Radschrauben korrekt festdrehen

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    • Radschrauben korrekt festdrehen

      So ... hab heute meine Sommerräder montiert.

      Wie beim Wechsel von Sommer- auf Winterräder gab es wieder hinten rechts Probleme mit den Radschrauben.
      Die Schrauben ließen sich allesamt ziemlich schwer raus- sowie reindrehen.

      Eine davon ging so schwer, dass ich mir nicht sicher war, wann denn nun der Anschlag erreicht war. :wacko:


      Nach etwa 10 km Fahrt nahm ich dann den Drehmomentschlüssel und zog alle Schrauben mit eingestellten 120 Nm fest.
      Dabei knackte der Drehmomentschlüssel bei jeder Schraube bereits gleich zu Beginn.
      (ich glaub ich hab das nciht so im Gefühl mit dem Radkreuz und ziehe die immer zu fest, sodass es meistens kurz quietscht)

      Nur eine Schraube war nicht fest ... ich konnte die mit der Hand drehen ... :huh:


      Naja ... jedenfalls wollte ich euch mal um Tipps erfragen, wie ihr beim Festziehen der Radschrauben vorgeht.
      Denn bei mir ist es eigentlich immer so, dass wenn ich nach dem Festziehen der Radschrauben mit dem Radkreuz dann noch zum Abschluss den Drehmomentschlüssel ansetze dann kommt es mir vor als wenn ich jede Schraube mit dem Radkreuz schon weit über die 120 Nm festgezogen habe.


      Ich drehe die Schrauben während das Rad keinen Kontakt zum Boden hat gut fest (wie schon geschrieben ... meist quietscht es) und prüfe dann alle Schrauben - wenn das Rad wieder festen Boden unter den Füssen hat - erneut auf Festsitzen (und ggf. nachziehen).
      Die Schrauben sind nun schon durch den Rost relativ stark in Mitleidenschaft gezogen worden.
      Sollte mir wohl mal ein Set neue Radschrauben besorgen.
      Oder könnte es auch sein, dass diese Schwergängigkeit vom Gewinde der Schraubenaufnahme kommt und nicht von der Schraube ?


      Achja ... ich habe im Übrigen für Winter- sowie Sommerfelgen die gleichen Schrauben ... also nicht extra andere für Winter.
      (Sommer ---> Alufelgen .......... Winter ---> Stahlfelgen)
    • Also ich mach meine Sommer- bzw. Winterreifen auch immer selber drauf und das ohne Drehmomentschlüssel. Jedoch zieh ich die Schrauben nur leicht an wenn das Rad in der Luft ist, so damit die Felge inkl. Spurplatte schön plan aufliegt auf der Nabe. Und wenn der Reifen unten ist, zieh ich sie komplett fest. Und wichtig ist die Schrauben immer über Kreuz anzuziehen.

      Ich hatte bis jetzt noch nie Probleme damit. Man sollte aber schon etwas Gefühl haben ohne Drehmomentschlüssel. (Nach fest kommt ab :D ). Ich lass die Schrauben jedoch immer bei der nächtenmöglichen Gelegenheit von meinen :) überprüfen.

      Fährst du die Sommerreifen zum ersten Mal? Hast du den richtigen Schraubenkopf? Gibt ja mehrere Schraubenkopfbünde.
    • Warum ziehst Du denn die Schrauben nicht sofort mit dem DrehMo fest?
      Dann können sie auch nicht zu hart angezogen worden sein. Kontrolle nach 50-100 Km +-.

      Ansonsten mal mit der Drahtbürste die Schrauben bearbeiten, vielleicht kannst Du sie auch irgendwo sandstrahlen (lassen).
    • Also das hört sich danach an, als wenn die (Schrauben/Innengewinde) entweder stark oxidiert sind, oder die Gewinde in der Nabe kaputt sind.

      In letzterem Fall kann man mit nem Gewindeschneider durch gehen. Dann ist meistens alles wieder gut.
      Die Gewinde werden beschädigt, wenn die Schraube zum Beispiel im belasteten Zustand festgezogen wird oder mit nem Schlagschrauber (und damit meist zu stark, oder schräg).

      Zum richtigen Anziehen der Räder:
      - Schrauben sauber machen (Drahtbürste)
      - keine Kupferpaste etc. verwenden! Radschrauben und das Drehmoment sind für Trockenreibung ausgelegt!
      - Rad drauf, alle Schrauben über Kreuz leicht (10-20Nm) anziehen, so dass das Rad nicht mehr kippelt
      - Alle Schrauben mit 60-70 Nm über Kreuz anziehen
      - Schrauben endfest und über Kreuz anziehen, meist 120Nm
      - Runter von Wagenheber

      So verkantet das Rad auf keinen Fall und man beschädigt den Sitz der Schrauben in der Felge nicht.
      Wichtig ist halt das Anziehen über Kreuz, das gleichmäßige Anziehen (Drehmomentschlüssel) und vor allem das Anziehen der Räder bei unbelastetem Rad!

      Nach 20-50km dann nachziehen.
      Da geht es nur darum, falls das Rad nicht in der richtigen Position saß und die Schrauben gar nicht richtig auflagen.
      Mit oben genannter Methode hatte ich beim Nachziehen jedoch noch nie eine Schraube, die nicht mehr fest war.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von morris ()

    • Anfängerfehler ;) Radschrauben sind ausschließlich für Trockenreibung ausgelegt!
      Siehe Beitrag über Dir

      Kupferpaste ist jedoch gut auf dem Zentrierring, so backt die Felge da nicht fest!

      Durch festziehen der Radschrauben mit Kupferpaste wird der Reibwert verringert.
      Das Fett schmiert quasi die Verbindung, so dass die Schraube nicht fest ist.
      Dabei wird ein deutlich geringerer Teil des Drehmoments dazu verwendet, die Reibung zu überwinden.
      Der andere Teil des Drehmoments erzeugt eine deutlich höhere Längskraft in der Schraube.
      Die Schrauben reißen somit viel schneller ab, da sie auch zu fest angezogen wird.

      Auf Anlagefläche und Radnabe gehört kein Schmiermittel etc hin! Dadurch kann die Felge bei Belastung auf der reibkraftübertragenen Fläche durchrutschen und dann werden die Schrauben auf ein Mal auf Scherung beansprucht. Und das gefällt denen gar nicht, denn dazu sind sie nicht ausgelegt

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von morris ()

    • Roy schrieb:

      Ein bisschen Fett oder Kupferpaste hilft da auch ganz schön viel...

      Eben genau das soll man ja NICHT machen !

      Umso leichter du sie mit dem fettigen Zeug reinbekommst, desto einfacher und schneller können sie sich auch ungewollt wieder rausdrehen und ich glaube nicht das das Sinn der Sache ist später dann wie in den russischen "Dashcam-Videos" plötzlich nur noch mit 3 Rädern zu fahren.

      ALSO FINGER WEG VON SCHMIERZEUG AN BREMSEN/RÄDERN UND ALLEN ANDEREN ÜBERLEBENSWICHTIGEN TEILEN AM AUTO !!!
    • Synom schrieb:


      ALSO FINGER WEG VON SCHMIERZEUG AN BREMSEN/RÄDERN UND ALLEN ANDEREN ÜBERLEBENSWICHTIGEN TEILEN AM AUTO !!!


      Naja Plastilube auf der Rückseite der Bremsbeläge, so wie auf den Reibflächen am Bremssattel, macht sich schon ganz gut.
      Aber auch da KEINE Kupferpaste, denn die wird bei Wärme flüssig und läuft dann auf die Reibflächen zwischen Belag und Scheibe um dort auch mal fleißig zu schmieren ;)
    • Ich mach schon seit über 20 Jahren bisschen Fett auf die Schrauben. Dann lassen sie sich viel leichter runter und wieder rauf drehen.
      Ausser diesen Winter hab ichs vergessen und da war sehr viel, glaub Salz, drauf. Obwohl ich auch im Winter fast wöchentlich, mein Auto mit der Lanze wasche. Aber anscheinend kommt man da schlecht hin und deshalb ist ein bisschen Fett oder Paste nie schlecht. ;)

      Ps.: An den Schrauben bleibt das Fett immer haften und verflüssigt sich nicht.
      :lol: Egal wie gut du fährst, Züge fahren Güter :lol:



    • morris schrieb:

      morris schrieb:


      Die Schrauben reißen somit viel schneller ab, da sie auch zu fest angezogen wird.


      Capone schrieb:

      Aber anscheinend kommt man da schlecht hin und deshalb ist ein bisschen Fett oder Paste nie schlecht. ;)


      8| ?(

      Ich meinte damit, das man beim waschen mit der Lanze das Salz schlecht wegbekommt, weil man schlecht von hinten dazu kommt und somit da das Salz haften bleibt.
      :lol: Egal wie gut du fährst, Züge fahren Güter :lol:



    • Ich geh Freiwllig inne Gruft wenn ich hier lese das jemand Paste und oder Fett für die Radbolzen nimmt. -grumble-
      Radbolzen/Schrauben immer nur leicht mit einer Bürste Reinigen. Die Gewinde der Nabe konnen mit einer kleinen 15mm Rund Bürste vom Schmodder gesäubert werden.
      Wenn ich sowas auf der Arbeit gemacht hätte , dann hätte ich mir sofort die Papiere holen können. -Facepalm-



      !!! Der Forums Gruftie hat immer Recht !!!
    • Bevor man sich darüber aufregt, ob Fett an den Schrauben schlecht ist, sollte man sich klar darüber werden, wo die Schraube überhaupt die Felge hält.
      An der Stelle sollte dann auch tunlichst kein Fett sein.
      Dann klappts auch mit dem sicheren Halt UND ausbleibender Korrosion.
      Ich mach zwar auch kein Fett dran, aber ich weiss, wieso und warum es funktioniert ;)
    • Wie meinst Du das?
      Die Schraube soll die Felge gegen die Nabe pressen, so dass alle Kräfte über die Radnabe und nicht über die Schrauben übertragen werden.
      Das Fett auf den Reibflächen (und somit auch den Gewindegängen) nichts zu suchen hat, sollte ja nun durchaus klar sein.

      Somit bleibt nur noch eine Fläche aus, die man an der Schraube fetten könnte - wo der Schraubenbund die Kraft in die Felge einleitet.
      Macht meines Erachtens nach keinen Sinn.
      - Kupfer und Aluminium sind keine zulässigen Materialpaarungen. Kupfer fördert die Korrosion von Aluminium
      - Fett würde an dieser Stelle nichts bringen. Die Schrauben lassen sich schwer lösen, weil es Korrosion am Gewinde gibt und nicht, weil der Bund in der Felge festsitzt.

      Kupferpaste hat einfach nix am Auto zu suchen. Und Fett auch nur da, wo es wirklich hingehört.


      Das ist wirklich mal nen gutes Thema!
      So stellt sich halt raus, dass man bei ner ganz banalen Sache ("mal grad nen Reifenwechsel machen") schon einiges verkehrt machen kann.
      Natürlich ist klar, dass vor allem kleine Werkstätten und der Reifenhändler um die Ecke, dass Ganze etwas anders handhaben und das sicher auch irgendwie klappt, aber hier wollte ja jemand wissen, wie man es richtig machen müsste.
      Schlagschrauber sind halt nur zum Lösen da, Fett hat an der Felge höchstens am Reifen was zu suchen (beim Aufziehen) und das Radkreuz ersetzt keinen Drehmomentschlüssel. :D
    • morris schrieb:

      Fett hat an der Felge höchstens am Reifen was zu suchen

      Ist vielleicht deine Ansicht, meine nicht, denn ich denke mit ein bisschen Fett schützt man die Schrauben vor Korrosion und Salz usw... Wenn das Fett sich verflüssigen würde, wäre es ja sinnlos, macht es aber nicht.
      Nur man sollte schon wissen wieviel man da draufschmiert. Ich steck die Schrauben immer in eine Fetttube und wisch sie dann vorsichtig ab, nach dem Winter/Sommer ist dann immer noch Fett am Gewinde und nicht so wie heuer, so weisses Zeug am hinteren Ende des Gewindes.
      Wie gesagt, ich mach das schon 20 Jahre, mein Vater schon über 50 Jahre an wirklich sehr vielen Autos und nie war da Fett auf den Bremsscheiben. (Wobei vor 50 Jahren nicht überall Bremsscheiben gängig waren)
      :lol: Egal wie gut du fährst, Züge fahren Güter :lol:



    • ist genau so ein schönes thema wie die diskussion ob auf die rückseite der bremsbeläge auch plastilube gehört ^^.

      Kann morris in allen belangen aber nur zustimmen (ausser die plastilube auf der rückseite der bremsbeläge aber das ist eine andere geschichte ^^).

      -Kupferpaste gehört nicht an Alu-bauteile (felgen, bremssättel etc)
      -Radschrauben sind für eine trockene verbindung ausgelegt, da hat fett nix verloren
    • IbizaKlang schrieb:

      Capone schrieb:

      Wie gesagt, ich mach das schon 20 Jahre, mein Vater schon über 50 Jahre an wirklich sehr vielen Autos

      Nur weil etwas schon sehr lange praktiziert wird, ist es nicht zwangsläufig richtig :S

      ...aber auch nicht zwangsweise Falsch ;)

      Schon mal drann gedacht, das Schrauben/Gewinde Korrosion ansetzen und dadurch das Drehmoment zu gering ist? Richtig, Schrauben sind für trockene Verbindung, aber nur in neuen Zustand, wenns schon älter sind, rosten sie und dadurch wirds dann schwergängiger und verändert dann das Anzugsdrehmoment.
      Durch leichtes fetten sollte dann wieder der Originalzustand hergestellt sein.

      Das ist meine Meinung und wenn man die Löcher nicht mit Fett "vollstopft", passiert auch nichts! -Dance-
      :lol: Egal wie gut du fährst, Züge fahren Güter :lol: